Was genau muss ich können und wissen? - Auf dem Weg zu einem Kompetenzmodell für die Ausbildung zum/r Fachinformatiker/in

Autor(en):
Opel, S.
Name der Veranstaltung:
18. Hochschultage Berufliche Bildung - 25. BAG-Fachtagung 2015
Ort:
Technische Universität Dresden
Datum:
20.03.2015
Sprache:
Deutsch
Präsentation:
Download (1,70 MB)

Abstract

Der Lehrplan für die Ausbildung zum/r Fachinformatiker/in ist wie in den meisten anderen Berufen der dualen Ausbildung kompetenzorientiert formuliert. Er enthält in sehr allgemeiner Form die Kompetenzen, die die Auszubildenden während der Ausbildung entwickeln sollen. Wie dieser Prozess der Kompetenzentwicklung während der Ausbildung durch die berufliche Schule und den Ausbildungsbetrieb im Detail angeleitet und begleitet werden soll, ist im Wesentlichen den Lehrkräften und Ausbildern überlassen.

Die Umsetzung und Umsetzbarkeit des Lernfeldkonzepts auch in der Informatik wird immer wieder kontrovers diskutiert, und gerade aus dem schulischen Bereich wird häufig angegeben, dass immer noch zu wenig hochwertige Unterrichtsmaterialien zur Verfügung stünden.

Dies wurde auch durch eine Befragung von bayrischen Informatiklehrkräften an beruflichen Schulen bestätigt. Allerdings zeigte diese Studie auch vielversprechende Ansätze, das Konzept in der eigenen Schule zu implementieren.

Eine Interviewstudie unter ausgewählten Ausbildungsbetrieben ermöglichte es, wichtige berufliche Handlungsprozesse für das Berufsbild des/r Fachinformatikers/in zu identifizieren. Die Ergebnisse dieser Studie wurden durch eine umfassende Auswertung von Stellenangeboten für Fachinformatiker/innen ergänzt.

An Hand dieser Erkenntnisse wurde – basierend auf dem DQR für IT-Berufe – ein normatives Kompetenzstrukturmodell für die Ausbildung zum/r Fachinformatiker/in entwickelt, das die theoretische Fundierung der Ausbildung unterstützt und sowohl in der fachdidaktischen Forschung als auch der Lehrerbildung nutzbringend eingesetzt werden kann und somit zur Weiterentwicklung des Berufsbildes des/r Fachinformatikers/in beitragen kann.

Es werden sowohl der Entwicklungsprozess als auch das resultierende Modell dar- und zur Diskussion gestellt.